Weihnachten im Schuhkarton
eine Aktion des Vereins „Geschenke der Hoffnung e.V.“,
Berlin
Seit einigen Jahren wird vom Verein
Geschenke der Hoffnung e.V.
aus Berlin die Aktion Weihnachten im Schuhkarton
durchgeführt (http://www.geschenke-der-hoffnung.org).
Mit dieser Aktion werden vor allem Kinder und Jugendliche in den Altersgruppen
von 2 bis 14 Jahren dazu eingeladen, für notleidende Kinder einen
Schuhkarton zu packen, in dem sie ihn mit Geschenken füllen, „die
Kinderherzen höher schlagen lassen“.
| "Bereiten
Sie bedürftigen Kindern eine unvergessliche Freude und
machen Sie mit bei »Weihnachten im Schuhkarton«.
Packen
Sie Ihr persönliches Weihnachtspäckchen für einen
Jungen oder ein Mädchen in Not.
Wir
bringen Ihr Geschenk in Slums, Kranken- und Waisenhäuser
oder direkt in die Familien."
Text
u. Bild aus der Homepage des Vereins |
|
Der Verein gibt u.a. auf seiner Homepage
nützliche Tipps und Ideen für das richtige Bepacken der Kartons.
So sind Spielsachen, Hygieneartikel, Schulsachen, Bekleidung und Süßigkeiten
herzlich willkommen. Unter den Artikeln, die nicht in den Schuhkarton
dürfen, sind neben nachvollziehbaren Einschränkungen auch
„Artikel von Pokémon, Harry Potter und Yu-Gi-Oh oder andere
Produkte, die Hexerei oder Zauberei zum Thema haben“ ausgeschlossen,
weil sie „Angst auslösen“ könnten.
Die fertig gepackten Kartons werden
zu regionalen Sammelstellen gebracht, die von ehrenamtlichen Mitarbeitern
organisiert werden (sog. geschulte und registrierte Sammelstellen),
bevor sie zum Berliner Zentrallager transportiert werden. Dort findet
eine Überprüfung der Schuhkartons statt, auf dass sich keine
unerwünschten bzw. verbotenen Artikel im Päckchen befinden,
ehe sie mit internationalen Speditionen in die jeweiligen Empfängerländer
transportiert werden.
Das „Momorandum of Understanding“,
welches mittlerweile zwischen Geschenke der Hoffnung e.V.
und den nationalen Leitungsteams vor Ort abgeschlossen wird, verpflichtet
die Helfer zu einem sorgfältigen Umgang mit den Geschenken und
verweist ausdrücklich darauf, dass die Verkündigung der Botschaft
Jesu Christi nicht in manipulativer Art und Weise zu geschehen habe:
„Present the Gospel of Jesus Christ without being manipulative.“
Der Verein „Geschenke der Hoffnung“
Der Verein Geschenke der Hoffnung e.V.
bezeichnet sich selbst als ein „christliches Werk
mit internationalem Profil, das Menschen in Not hilft und das Evangelium
weitergibt.“ Er ist im Vereinsregister des Amtsgerichtes Berlin-Charlottenburg
(Nr. 8956 Nz) eingetragen und als gemeinnützig anerkannt. Gegründet
wurde der Verein 1963 als Billy Graham Evangelistic Association
Deutschland (http://www.bgea.org).
Im November 2001 wurde der Verein in Geschenke der Hoffnung
e.V. umbenannt und betreut mittlerweile neben Aktionen
von Samaritan's Purse und der Billy
Graham Evangelistic Association auch eigene Projekte (s.u.).
Außerdem gibt der Verein das sechs Mal im Jahr erscheinende Magazin
Entscheidung heraus (http://www.entscheidung.org),
das als „die deutsche Ausgabe einer der größten christlichen
Zeitschriften der Welt“ vorgestellt wird. Die internationale Ausgabe
der Entscheidung heißt denn auch Decision
und wird von der Billy Graham Evangelistic Association
verantwortet.
Neben der schon erwähnten Aktion
Weihnachten im Schuhkarton hat der Verein
in den letzten Jahren zunehmend neue Aktionen ins Leben gerufen, die
alle dem doppelten Gedanken verpflichtet sind, Menschen in Not zu helfen
und Menschen für Jesus Christus zu gewinnen. So gibt es verschiedene
Kinderhilfsprojekte, medizinische Projekte, Flüchtlings- und Katastrophenhilfe
genauso wie die Möglichkeit, Patenschaften zu übernehmen,
aber auch die Einladung, sich an Evangelisationsprojekten zu beteiligen.
Geschenke der Hoffnung e.V.
kann mittlerweile auf das DZI – Spendensigel verweisen (seit 2003).
Hierbei handelt es sich um ein unabhängiges Gütekriterium,
wonach die Ausgaben für Werbung und Verwaltung verhältnismäßig
sind zu der Spendensumme, die tatsächlich bei den Bedürftigen
ankommt.
Aus den Vergabekriterien des DZI (vgl. http://www.dzi.de):
- wahre, eindeutige und sachliche
Werbung in Wort und Bild,
- nachprüfbare, sparsame
und satzungsgemäße Verwendung der Mittel unter Beachtung
der einschlägigen steuerrechtlichen Vorschriften,
- eindeutige und nachvollziehbare
Rechnungslegung,
- Prüfung der Jahresrechnung
und entsprechende Vorlage beim DZI,
- interne Überwachung des
Leitungsgremiums durch ein unabhängiges Aufsichtsorgan,
- grundsätzlich keine Prämien,
Provisionen oder Erfolgsbeteiligungen für die Vermittlung
von Spenden.
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Vergleicht man die Aktivitäten
der letzten Jahre, wird man feststellen können, dass sich der Verein
in Deutschland etabliert hat; nicht nur die Anzahl der Aktionen ist
stetig gewachsen, auch einzelne Aktionen für sich genommen sind
auf immer größere Resonanz gestoßen. So wurden allein
im Jahr 2004 in der Aktion Weihnachten im Schuhkarton über 400.000
Kartons in Deutschland gepackt; weltweit waren es 7,4 Mio. Kartons (Operation
Christmas Child). Eine breit angelegte Medienkampagne
wird auch in den folgenden Jahren dafür Sorge tragen, dass sich
sowohl die interessierte Öffentlichkeit als auch kirchliche Einrichtungen
mit dieser Aktion wie mit dem Verein und seiner Zielsetzung wird auseinander
setzten müssen.
Das deutsche
Büro „Geschenke der Hoffnung“
Aus den vielfältigen öffentlichen Darstellungen
des Vereins kann man den Eindruck gewinnen, er bilde eine selbständige
Organisation, die zwar „auf ein Netzwerk internationaler Partner
zurückgreift“, ansonsten aber unabhängig ist. Doch schon
ein Blick auf die Satzung weist in eine andere Richtung. So sind Absicht
und Ziel der Arbeit, nämlich die „Verbreitung des Wortes
Gottes und die Förderung des christlichen Glaubens auf der Basis
des Evangeliums“ voranzutreiben, sehr stark geprägt von Samaritan's
Purse (http://www.samaritanspurse.org/)
und der Billy Graham Evangelistic Association
(http://www.bgea.org/).
Wenn darüber hinaus von den maximal 15 Mitgliedern (!), die der
Verein haben darf, ein Mitglied (und auch ein Vorstand (§ 7)) von
Samaritan's Purse oder der Billy
Graham Evangelistic Association USA vorgeschlagen werden
muss (§ 4) und zudem alle Mitglieder sich auf die Glaubensaussagen
von Samaritan's Purse verpflichten müssen
(§ 4), dann wird verständlich, warum die US-amerikanischen
Seiten den Verein als deutsches Büro auflisten: „Geschenke
der Hoffnung, a ministry project of the Billy Graham Evangelistic Association
and Samaritan's Purse“. Im Verbund mit anderen Büros von
Samaritan's Purse repräsentiert Geschenke
der Hoffnung e.V. das amerikanische
Hilfswerk in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Samaritan’s
Purse bases its ministry on the following statement of faith:
- We
believe the Bible to be the inspired, the only infallible, authoritative
Word of God. II Timothy 3:15-17.
- We
believe that there is one God, eternally existent in three persons:
Father, Son, and Holy Spirit. Matthew 28:19; Ephesians 4:4-6.
- We
believe in the deity of our Lord Jesus Christ, in His virgin
birth, in His sinless life, in His miracles, in His vicarious
and atoning death through His shed blood, in His bodily resurrection,
in His ascension to the right hand of the Father, and in His
personal return in power and glory. John 1:1-4; Matthew 1:23;
Philippians 2:5-11; Hebrews 1:1-4 & 4:15; Acts 1:11 &
2:22-24; I Corinthians 15:3-4.
- We
believe that, for the salvation of lost and sinful man, repentance
of sin and faith in Jesus Christ results in regeneration by
the Holy Spirit and that Jesus Christ is the only way of salvation.
Titus 3:4-7; Luke 24:46-47; Ephesians 2:8-9; John 14:6; Acts
4:12.
- We
believe in the present ministry of the Holy Spirit whose indwelling
enables the Christian to live a godly life. Galatians 5:16-18;
Romans 8:9.
- We
believe in the resurrection of both the saved and the lost;
the saved unto the resurrection of eternal life and the lost
unto the resurrection of damnation and eternal punishment. Revelation
20:11-15; I Corinthians 15:51-57.
- We
believe in the spiritual unity of believers in our Lord Jesus
Christ and that all true believers are members of His body,
the Church. Ephesians 1:22-23; I Corinthians 12:12, 27.
- We
believe that the ministry of evangelism is a responsibility
of both the church and each Christian. Romans 10:9-15; Acts
1:8; Matthew 28:18-20; I Peter 3:15.
http://www.samaritanspurse.org |
Mag Geschenke der Hoffnung
e.V. unter juristischen Gesichtspunkten als Verein eigenständig
sein, so ist das Berliner Büro doch zugleich auch eine abhängige
Niederlassung des Hilfswerkes Samaritan's Purse International,
einem Projekt also der Billy Graham Evangelistic Association.
Die Aktion Weihnachten im Schuhkarton ist
denn auch die deutsche Version der internationalen Operation
Christmas Child. Der deutsche Verein tritt als Lizenznehmer
der amerikanischen Organisation Samaritan's Purse
in Erscheinung, und hält zugleich die Markenrechte des deutschsprachigen
Titels Weihnachten im Schuhkarton. Bei der
Durchführung ist das deutsche Büro selbstverständlich
an den Vorgaben des amerikanischen Lizenzgebers gebunden.
Eine Frage
der Ökumene
"Geschenke der Hoffnung e.V. ist
ein christliches Werk mit internationalem Profil, das Menschen in Not
hilft und das Evangelium weitergibt. Ziel der Arbeit ist es, Bedürftige,
ungeachtet ihres religiösen, sozialen oder kulturellen Hintergrundes,
zu unterstützen.“
Seit Jahren wirbt das deutsche Büro
um eine ökumenische Anerkennung und um Zusammenarbeit. Und in der
Tat versteht sich Geschenke der Hoffnung e.V. als überkonfessionelles
Missions- und Hilfswerk, das sich mit der Deutschen Evangelischen Allianz
(http://www.ead.de)
verbunden fühlt (aber nicht Mitglied ist) und sich mehr und mehr
der wohlwollenden Unterstützung aus Kreisen der Evangelischen Kirche
Deutschlands (http://www.ekd.de;
http://www.a-m-d.de/amd/hintergrund/werke/)
sicher sein kann. Da man sich auch der Förderung der Zusammenarbeit
der christlichen Kirchen untereinander verpflichtet fühlt, gibt
sich der Verein überkonfessionell offen und gesprächsbereit.
Als gemeinsamer Nenner dient der Glaube an Christus, der alle Christen
vereint und die Überzeugung, allen Menschen die Frohe Botschaft
vom menschgewordenen Sohn Gottes zu überbringen.
So vereinnahmend dieser kleinste gemeinsame
Nenner auch sein mag, so sehr bleibt doch zu prüfen, wie weit die
postulierten Gemeinsamkeiten wirklich tragen. Schon die ganz unterschiedlichen
Herangehensweisen an die Bibel wie das unterschiedliche Verständnis
der Heiligen Schrift (Überzeugung von der Verbalinspiration) führt
zu großen Unterschieden in Theologie und Glaubensvollzug. Diese
Unterschiede schlagen sich in der Folge auch nieder im Weltbild (dualistische
Tendenzen, vgl. auch die Sorge um Produkte, die Hexerei oder Zauberei
zum Thema haben) wie auch im Menschenbild (starke Betonung, dass der
Menschen ein sündhafter ist).
Schließlich sind noch die Konsequenzen
für den Umgang mit den (Menschen aus) anderen Religionen zu beachten:
Da nach Joh 10,9 („Ich bin die Tür; wer durch mich hineingeht,
wird gerettet werden; er wird ein- und ausgehen und Weide finden.“)
alle Menschen nur gerettet werden können, wenn sie Jesus Christus
kennen und anerkennen lernen, sind alle anderen letztlich keine echten
Wege des Heiles. Anders lassen sich auch nicht die schon vor einigen
Jahren öffentlich vorgetragenen fragwürdigen Äußerungen
von Franklin Graham, dem Leiter der Billy Graham Evangelistic Association
hinsichtlich des Islams als „Religion der Gewalt“ und die
unverhohlene Beschuldigung, das der Islam „teuflisch und böse“
sei, erklären, stellen jedoch das internationale Missions- und
Hilfswerk ins Abseits.
Die Verzahnung mit der DeMoss-Stiftung
(sie bildet die Schnittstelle zwischen Samaritan's Purse
und der Presse, vgl. http://www.demossnewspond.com/sp/
und http://www.demossgroup.com)
die vor einigen Jahren in Deutschland eine flächendeckende Evangelisierungsaktion
mit großflächigen Plakatierung und Werbung in den Medien
durchführte, ohne vorher die christlichen Kirchen und Organisationen
zu informieren (so, als ob es in Deutschland überhaupt keine christlichen
Gemeinschaften gäbe), erschwert zusätzlich eine positive Bewertung
(vgl. meinen Kommentar zur Aktion auf dieser Homepage).
Quelle:
http://www.samaritanspurse.org/StepsToPeace_Step4.asp
Eine Frage
der Entwicklungspolitik
Das entwicklungspolitische Konzept der Aktion Weihnachten
im Schuhkarton leistet keine nachhaltige Hilfe zur Selbsthilfe. Stattdessen
werden Produkte aus einem für die Empfängerländer mehr
oder weniger fremden Kulturraum importiert und dort an hilfsbedürftige
Kinder verteilt. Damit kommt die Aktion nur punktuell und einmalig einzelnen
Kindern zu Gute. Eine längerfristige Perspektive fehlt. Vielmehr
ist zu befürchten, dass durch die Geschenke weitere Wünsche
und Begehrlichkeiten geweckt werden, die ansonsten gar nicht aufgekommen
wären. Darüber hinaus ist für den Transport der Päckchen
eine beträchtliche Logistik erforderlich, die aus ökologischen
wie aus ökonomischen Gründen wenig sinnvoll erscheint.
Eine Frage des
Missionsverständnisses
Schließlich ist die Verknüpfung
von Hilfe und christlicher Mission, insbesondere in islamischen Ländern
problematisch. In Krisengebieten wie dem Irak dürfte zudem die
christliche Mission eher Konflikte verschärfen als zu einer Befriedung
des Landes beitragen; die Aktion in diesen Ländern durchzuführen,
verbietet sich hier von vornherein!
Es ist ein gutes Zeichen, dass das deutsche
Büro auf die Kritik der vergangenen Jahre reagiert hat und mittlerweile
ein „Memorandum of understandig“
mit den nationalen Verteilungsteams vor Ort abschließt. Diese
Vereinbarung betont zum einen den christlich-missionarischen Aspekt
(„Operation christmas Child is a project of Samaritan's Purse
from children to children intended to demonstrate the love of Christ
and to reaach unreached children with the Gospel through the local church.“),
hält die Helfer zu Gebet und Gottesdienst an und verpflichtet zur
Verteilung der Weihnachtsbotschaft (daher stammt ja auch der Name „Weihnachten
im Schuhkarton“!). Zum anderen wird aber auch ausdrücklich
die Verteilung untersagt, wenn die lokalen Rechtsbestimmungen dies verbieten:
„Ensure that one copy of the provided OCC litertaur titled
The Greatest Gift Of All is offered to each child that receives a shoe
box gift, unless prohibited by local law.“
Wurde also in der Vergangenheit den
Schuhkartons einfach das Weihnachtsevangelium beigelegt, so wird heute
viel vorsichtiger gehandelt, schon allein aus der Einsicht, dass nur
ein derartiges Verhalten glaubwürdig ist.
Allerdings bleiben kritische Fragen
bestehen. Zum einen hebt die Vereinbarung darauf ab, rechtliche Bestimmungen
vor Ort einzuhalten (was eigentlich ja selbstverständlich ist).
Kulturelle und religiöse Befindlichkeiten dagegen spielen (noch
immer) eine untergeordnete Rolle: Beseelt von dem Auftrag, allen Menschen
die Frohe Botschaft zu verkünden, wird den Menschen vor Ort das
evangelikale Programm vermittelt, egal ob diese griechisch-orthodox
sind oder muslimisch.
Zum zweiten ist die alternative Austeilungspraxis, nämlich zwei
Ausgabestellen einzurichten, wo hier die Schuhkartons warten, dort das
Weihnachtsevangelium zum „freiwilligen“ Mitnehmen ausliegt,
in der Praxis nicht besser, als wenn das Heft gleich in den Karton gelegt
würde: Welches Kind wird achtlos an einem gut aufgemachten Heftchen
vorbeigehen und dabei riskieren, gegebenenfalls etwas zu verpassen –
die anderen Kinder könnten es ja mitgenommen haben ...
Stellungnahme
Da es in der Vergangenheit immer wieder zu Missverständnissen
gekommen ist, sei abschließend noch einmal ausdrücklich betont:
- Bei Geschenke der Hoffnung e.V. handelt es sich
nicht um eine „Sekte“
(vgl. hierzu auch meine Ausführungen unter „Sekte“).
- Der Verein mit seinem Vorstand hat sich in den
vergangenen Jahren gesprächsbereit gezeigt.
- Man darf mit Recht davon ausgehen, dass der Verein
sorgfältig und verantwortungsbewusst mit den Spendengeldern
umgeht und dass die Kartons ihren jeweiligen Zielort erreichen.
Die Kritik besteht
darin,
- dass der Verein mit seinem Bibelverständnis,
mit seiner Auffassung von Mission und Evangelisation und die daraus
resultierenden Konsequenzen ein anders geprägtes Christentum
repräsentiert, als es für die katholische Kirche bezeichnend
ist. Die enge Verzahnung mit den US-amerikanischen Organisationen
verschärft die Unterschiede eher.
- dass mit der Aktion Weihnachten im Schuhkarton
keine nachhaltige Hilfe gewährleistet wird. Stattdessen erhalten
die Kinder Geschenke aus einem anderen Kulturkreis, was –
neben weiteren Problemen wie der Verteilungsgerechtigkeit vor Ort
– weder der lokalen Kultur noch der lokalen Wirtschaft weiter
hilft. Der Hinweis, dass nachhaltige Hilfe zwar nicht mit diesem,
wohl aber mit anderen Projekten des Vereins gewährleistet würde,
ändert nichts an der Problematik.
- dass die gut gemeinte Versendung von Päckchen
rund um die Welt angesichts der Not und der Bedürfnisse in
deutschen Kinderheimen, Frauenhäusern und anderen Hilfseinrichtungen
wenig sinnvoll erscheint.
Angesichts dieser Kritikpunkte sollen
alle Einrichtungen des Erzbistums München und Freising von einer
Teilnahme an der Aktion Weihnachten im Schuhkarton absehen (vgl. Amtsblatt
Nov. 2005)! Stattdessen sei auf die die kirchlichen Hilfswerke hingewiesen,
wie CARITAS INTERNATIONAL (http://www.caritas-international.de/),
MISSIO (http://www.missio-muenchen.de),
MISEREOR (http://www.misereor.de/),
ADVENIAT (http://www.adveniat.de/),
RENOVABIS (http://www.renovabis.de/),
AKTION HOFFNUNG
(http://www.aktion-hoffnung.de/)
oder das PÄPSTLICHE
MISSIONSWERK DER KINDER (http://www.sternsinger.org/).
Sie alle führen vielfältige Projekte durch, die dazu dienen,
Kindern ein menschenwürdiges Leben und eine hoffnungsvolle Perspektive
für die Zukunft zu geben.
Unterstützen Sie diese Hilfswerke
im Rahmen von Hilfsaktionen für Kinder!
Axel Seegers
2005
Anregung
Idee Anregung
Idee Anregung Idee
Anregung Idee
Anregung
Sankt
Martin
Teilen – Ein Licht für jedes Kind
Jedes Jahr bringt das Martinsfest viele Kinder
in Bewegung. Mit selbst gebastelten Laternen ziehen sie rund um
den 11. November durch die Straßen.
Kinder setzen sich in Bewegung, um anderen Kindern
in der Welt zu helfen. Nach dem Vorbild des heiligen Martin treten
sie ein für die vielen arbeitenden, hungernden und behinderten
Kinder in der Welt; machen sie sich stark für Straßen-,
Waisen- und Flüchtlingskinder in vielen Ländern und
Kontinenten. So kann im Martinsfest mit seinen stimmungsvollen
Laternenzügen der ursprüngliche Inhalt erlebbar werden:
im Nächsten, der meine Hilfe braucht, den Bruder und die
Schwester entdecken – über Grenzen von Ländern
und Kontinenten hinweg. Der heilige Martin hat gezeigt, was Nächstenliebe
bedeutet. Begeben Sie sich mit „Ihren“ Kindern auf
seine Spuren.
Weitere Infos unter:
http://www.sternsinger.org/20000/22000/22000.html
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Adveniat
-Aktion 2005: Brasilien
BAUSTEINE für Schule
und Jugendarbeit 2005
Didaktisch aufbereitete Bausteine
bieten viel Material für spannende Unterrichtsstunden zum
Thema Brasilien. Die Jugendlichen werden zur Diskussion und zur
intensiven Beschäftigung angeregt, lernen das Land, seine
Menschen und deren Lebenssituation kennen.
KALENDER für
Schule und Jugendarbeit 2006 mit BEGLEITHEFT
"Pommes, Ketchup und Ronaldo - Was wären wir
ohne Lateinaerika" lautet der Titel des Kalenders 2006 und
hat den Austausch von Produkten zwischen Lateinamerika und Europa
zum Thema. Ergänzende Informationen zu jedem Land gibt das
Begleitheft.
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| weitere
Infos unter: http://www.adveniat.de/jahresaktion/aktion.htm |

Warum nicht auch etwas von der
Schönheit und dem Reichtum der Länder Afrikas zu uns hier
in Deutschland tragen, um damit gegen die Armut der Menschen dort
zu kämpfen?
Mit der Aktion „1.000 Kinder zurück
in die Schule” können Sie konkret Aids-Waisenkinder
in Namibia unterstützen. Wir haben dazu Halbedelsteine aus
Namibia importiert, die Ihnen zusammen mit vielfältigem Aktionsmaterial
ab sofort zur Verfügung stehen. Als Verantwortliche für
Eine-Welt-Arbeit in Gemeinden, Schulen, Kindergärten möchten
wir Sie bitten, Spenden für Aids-Waisen und HIV-infizierte
Kinder in Namibia zu sammeln. Sie können die Edelsteine und
das Material kostenlos bestellen.
Auf dieser Internetseite finden Sie ausführliche
Informationen zum Projekt, Ideen für die Durchführung
von Spendenaktionen sowie Bestellmöglichkeiten für das
Material.
Machen Sie mit und helfen Sie so
Aids-Waisen in Namibia wieder eine Zukunft zu geben.
Die Aktion „1000 Kinder zurück in die Schule”
ist eine Initiative der aktion hoffnung, der Aids-Seelsorge und
der Schulabteilung im Bistum Augsburg in Kooperation mit dem Kindermissionswerk
„Die Sternsinger”, der Aidsseelsorge, der Caritas-Aids-Beratung
und dem Schulreferat der Erzdiözese München-Freising
mit Unterstützung durch Missio München.
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